Haushalt: Diese Dinge dürfen nicht im Abfluss entsorgt werden

Der Abfluss in Küche und Bad ist oft eine bequeme und schnelle Lösung, um Abfälle aller Art loszuwerden. Doch diese vermeintliche Bequemlichkeit kann teuer werden – sowohl für den Geldbeutel als auch für die Umwelt. Viele von uns sind sich nicht bewusst, dass nicht alles, was den Weg in den Abfluss findet, auch dort hineingehört. Was im Abfluss nichts zu suchen hat und dennoch immer wieder darin zu finden ist, erfahren Sie hier.


Fette und Öle

Flüssiges zu Flüssigem? Doch leider geht diese Rechnung nicht auf. Öl und Fett, sei es vom Kochen oder von Lebensmittelresten, sind für die meisten Abflussrohre und Abwassersysteme ein Problem. Sobald sie abgekühlt sind, verfestigen sich Öl und Fett und bilden eine zähe Masse, die sich an den Innenwänden der Rohre ablagert. Mit der Zeit sammeln sich weitere Abfälle an diesen Ablagerungen an, was zu Verstopfungen und einem eingeschränkten Wasserfluss führt. Die Konsequenzen können von unangenehmen Gerüchen bis hin zu teuren Sanierungsmaßnahmen reichen. Stattdessen sollte Fett, sobald ausgehärtet, im Restmüll entsorgt werden.


Batterien

Wer auf die Idee kommt, Batterien im Toilettenabfluss zu entsorgen, scheint noch nie etwas von Umweltschutz gehört oder verstanden zu haben. Die chemischen Bestandteile einer Batterie sind hochgiftig und müssen zwingend über Wertstoffhöfe entsorgt werden. In nahezu allen Supermärkten finden sich hierzu auch entsprechende Rücknahmestellen, sodass nicht extra eine Sammelstelle angefahren werden muss. Wem das Entsorgen von Batterien zu mühsam ist, kann beim Kauf von Elektrogeräten auf kabelgebundene Varianten zurückgreifen. Kommt es hier zu einem Kabelbruch, ist es in der Regel einfacher, dieses mit Ersatzteilen von FixPart auszutauschen.


Zigarettenstummel

Dass Rauchen der Gesundheit schadet, ist allgemein bekannt. Darüber hinaus schadet es auch der Umwelt, zumindest, wenn die Kippen achtlos im Abfluss runtergespült werden. Zigarettenfilter bestehen aus Kunststoff und enthalten mehr als 200 giftige Stoffe, die nicht nur die Lunge schädigen, sondern bspw. auch das Grundwasser verseuchen und den Lebensraum von zahlreichen Tieren zerstören. Zigaretten sind also immer ein Fall für den Restmüll.


Putzmittel

Nicht mehr benötigte oder abgelaufene Putzmittel sollten auf keinen Fall über die hausinternen Abflüsse entleert werden. Die chemische Belastung für das Grundwasser ist einfach zu hoch und auch in den Kläranlagen können nicht alle Inhaltsstoffe herausgefiltert werden. Generell sollte der Einsatz von Putzmitteln äußerst sparsam sein und immer mit mehreren Litern Wasser verdünnt sein. In dieser Form kann z. B. Putzwasser über das Abflusssystem entsorgt werden. Alternativ dazu kann auf umweltverträglichere Reinigungsmittel umgestiegen werden.


Eierschalen

Sie sind zwar ein Naturprodukt, haben im Abwasser aber dennoch nichts verloren. Denn Schalenteile weichen unter Wasser auf und entwickeln eine starke Klebekraft, die dazu beiträgt, dass Rohre verstopfen. Auf diese Weise verbleiben die Eierschalen dauerhaft in den Rohren, was aufwendige und kostspielige Sanierungsmaßnahmen zur Folge haben kann.


Medikamente

Nach dem Ablauf des Verfallsdatums sollten Medikamente nicht mehr genutzt werden, da sie in ihrer Wirkung beeinträchtigt sein könnten. Manchmal möchte man sich ihrer aber auch entledigen, weil man sie nicht mehr benötigt. Pillen, Kapseln & Co. finden so ihren Weg in den Abfluss. Pharmazeutika enthalten jedoch etliche Substanzen, die die natürliche Balance von Gewässern erheblich stören können. Das schadet langfristig der Umwelt, Tieren und letztlich auch der menschlichen Gesundheit. Um die Umwelt zu schützen und die Verbreitung von unerwünschten Medikamentenrückständen zu verhindern, ist es ratsam, abgelaufene oder nicht mehr benötigte Medikamente zu örtlichen Apotheken oder Sammelstellen zu bringen, die speziell für die sichere Entsorgung von Medikamenten eingerichtet wurden.


Haare

Das Entsorgen von Haaren über den Abfluss mag angesichts ihrer geringen Größe unschuldig erscheinen, doch diese Praxis kann zu unerwünschten Abflussverstopfungen führen. Haare haben die Tendenz, sich um andere Ablagerungen in den Rohren zu verfangen und im Laufe der Zeit zu einem festen Klumpen heranzuwachsen, der den Wasserfluss erheblich einschränken kann.